Der «Lisa»-Pullover

Wie kam es zu diesem Titel? Eigentlich ganz einfach: Die Besitzerin für den zu strickenden Pullover heisst Lisa.

So sah das Schätzchen am Schluss aus!!

Das vereinfachte jeweils die Kommunikation ungemein, wenn ich erklären wollte, woran ich gerade arbeite und mit was für Problemchen ich zu kämpfen hatte 😆.

Wie kam ich überhaupt dazu einen Pullover für jemand Fremden zu stricken? Dazu gibt es eine kleine Geschichte mit einem sehr schönen Happyend. Mein Mann Chris hatte mit einer Mitarbeiterin einer Firma ein intensives Gespräch über unseren Blog. Dabei ging es natürlich eher um seine Motorradgeschichten. Lisa, so heisst die Mitarbeiterin, nun kann man sich ja schon denken woher der Name des Pullovers kommt 🤣, hatte sich dabei scheinbar auch meine Beiträge angeschaut und sich begeistert geäussert.

Bei einem weiteren Gespräch meinte sie dann nur, sie hätte auch noch so einen kleinen Pullover-Traum und ob ich mich vielleicht dafür erwärmen könnte, ihr diesen zu stricken, da ihre Zeit einfach begrenzt sei.

Das war ihr Traumpullover!

Nachdem mir Chris das so nebenbei erzählte, habe ich nur kurz darüber nachgedacht und befunden: warum nicht!

Es gab dann einen intensiven Mailverkehr über Grösse, Wolle, Modellwahl. Das Modell war schnell gefunden. Immer wieder wies Lisa im Speziellen darauf hin, dass sie den Pullover gerne richtig «oversized» haben möchte. Hilfe, das machte die Grössenmessung für mich nicht ganz einfach. Ich hatte ja keine Ahnung wie Lisa aussah. War sie gross, war sie klein? Was hatte sie für eine Figur, nie ging sie auf diese Punkte ein.

Nach vielen Mails hatten wir uns dann auf die Masse geeinigt. Nun kam noch die Wolle. Da ich gesagt hatte, dass ich bevorzugt mit Lana Grossa arbeite, hatte sie sich die «SILKHAIR PRINT Super Kid Mohair mit Seide» ausgesucht. Nachdem ich gesehen hatte, dass es für einen ganz gewöhnlichen Pullover 400g braucht, bat ich Lisa lieber drei Strangen mehr einzukaufen, da das Riesenteil sicher einiges mehr brauchen würde. Nichts ist ärgerlicher als wenn die Wolle nicht reicht.

Dann ging es mit dem Rückenteil los. Wauw, ich glaube, ich habe für mich noch nie so etwas Grosses gestrickt. Aber die Wolle lief sehr gut und ich kam gut vorwärts.

Von der Form her war es super einfach zu stricken. Die Unsicherheit lag einfach immer in der Grösse. Würde es gross genug? Nachdem der Rücken und das Vorderteil zusammengenäht und der Kragen angestrickt waren, war ich mir dann aber doch ziemlich sicher, dass es passen würde.

Auch die Ärmel sollten extra lang sein!! Das war dann aber einfach zu lösen, war nur zu hoffen, dass Lisa plus/minus etwa die gleich langen Arme wie ich hatte 😉. Ab und an gab ich Lisa per Mail und Foto den Zwischenstand durch. Sie freute sich auf jeden Fall riesig darüber und ich sah, dass ich auf dem richtigen Weg war.

Fertig! Als ich am Anfang die ausgewählte Farbe der Wolle gesehen hatte, war ich eher skeptisch, als ich aber dann das Ganze sah, gefiel es mir gar nicht schlecht, nein sogar sehr gut.

Als Lisa den Pullover abholen kam, war sie hell begeistert und stülpte ihn sich gleich über den Kopf. Er sah wirklich sehr schön aus und ich habe mich natürlich über ihre Begeisterung gefreut. So macht stricken doppelt Spass.

Da die Wolle so ergiebig war, ist Einiges übrig geblieben. Lisa hat sie mir grosszügigerweise überlassen und da mir die Farbe inzwischen so gut gefällt, werde auch ich mir noch einen Pullover stricken, aber natürlich nicht «oversized» 😉.

2 Gedanken zu „Der «Lisa»-Pullover“

  1. Liebe Ursula

    Ach wie toll auch hier noch einmal mehr über die Entstehung meines heiss geliebten Pullovers zu sehen 🙂 Ich bin immer noch ganz entzückt und trage mein neues Lieblingsstück bei jeder Gelegenheit.

    Grösse und Ärmel sind genau so geworden wie ich es mir gewünscht habe!

    Ich bin fast ein bisschen traurig, dass das Projekt «Lisa-Pullover» nun vorbei ist und möchte mich nochmals herzlich für deine tolle Arbeit bedanken.

    Ganz liebe Grüsse von Lisa in ihrem kuschligen Lisa-Pullover 😉

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