Bei jedem Besuch im Alpstein meinte Chris, in die Bogartenlücke möchte ich unbedingt mal hoch. Bei mir brachte dieser Wunsch jedes Mal nur ein leises Stöhnen hervor. Der Anstieg sah von weitem schon ziemlich steil und anstrengend aus 😰.

Dann war es soweit, schönes Wetter war für das kommende Wochenende angesagt und es gab keine Ausreden 😏. Ja, einen Einwand hatte ich, es werden viele Leute im Alpstein unterwegs sein, aber ich hatte keine Chance und los ging’s. Chris machte mir das Ganze ein bisschen schmackhaft, dass wir mit der Seilbahn wenigstens bis auf Alp Sigel hoch fahren würden, so hatten wir doch ein paar Höhenmeter eingespart 😌.
Der Start ging eher zähflüssig voran. Pro Gondel haben nur vier Personen Platz und wie bereits erwähnt, waren wir nicht die Einzigen die diese glorreiche Idee hatten, im Alpstein wandern zu gehen 😒. Oben angekommen, waren dann aber alle Bedenken vergessen, ein herrlicher Ausblick lag vor uns.
Nach einem lockeren Start zum Zustieg zur Bogartenlücke wurde es aber doch bald mal anstrengend und schweisstreibend. Zum Glück waren wir früh unterwegs und konnten den grössten Teil im Schatten gehen. Ganz so viele Leute waren scheinbar auf dieser Seite doch nicht unterwegs und das freute natürlich mich im Speziellen, aber das würde sich bald ändern.
In der Bogartenlücke angekommen, ging der Dichtestress los, insbesondere da der Weg schmal, steil und mit zum Teil losem Geröll bedeckt war. Viele Leute waren inzwischen von der Sämtiser Rheintalseite zugestiegen. Es machte nicht wirklich Spass: auf den Hund aufpassen, achten wo man hintritt, Leute kreuzen 😣.
Vor dem letzten, kantigen Anstieg zum Kamm, legten wir eine kleine Pause ein und staunten über die vielen Leute. Ganz so arg hatten wir es uns dann doch nicht vorgestellt.
Auf dem Kamm angekommen, nahmen die Wolken Überhand und es wurde zugig und auch kühler. Trotzdem wollten wir natürlich auf dem höchsten Punkt der heutigen Wanderung nochmals eine Sightseeing-Pause einlegen.
Der Wanderweg führt unterhalb der Marwees vorbei. Nun beginnt langsam der Abstieg. Doch auch hier ist Vorsicht angesagt, der Weg ist mit Geröll bedeckt und manchmal schon ziemlich rutschig. Bald kommen wir auf dem Widderalp-Sattel an, eine kleinere Mondlandschaft, wo die Wege in die verschiedensten Richtungen führen.
Nach diesem anstrengenden Abstieg freue ich mich natürlich auf die Alpwirtschaft. Da gibt es eine ausgiebigere Pause. Schlussendlich machen wir uns dann aber doch schneller auf den weiteren Abstieg, da es inzwischen ziemlich kühl geworden ist und beim Abstieg wird einem halt nicht mehr so warm 😉.
Wir hatten noch ein ziemliches Stück vor uns. Der letzte kleine Anstieg vom Sämtisersee bis zum Plattenbödeli, brrr habe einfach nur noch die Schritte gezählt. Mein Bedarf an Höhenmetern war eigentlich gedeckt. Bevor wir den steilen Abstieg nach Brülisau in Angriff nahmen, haben wir uns im Plattenbödeli noch ein kühles Getränk genehmigt.
Wer die Gegend kennt, weiss, dass der Abstieg nach Brülisau wirklich kein Zuckerschlecken ist. Nochmals so richtig steil, geht einem das richtig in die Oberschenkel. Doch als wir dann auf dem Parkplatz ankommen, sind wir rundum zufrieden mit unserem Tag. Aber das Fazit lautet doch: Wanderungen im Alpstein einfach auf die Wochentage verlegen!

























