Vor Jahren hatte ich mit meiner Freundin die Rundwanderung um den Golzernsee gemacht, allerdings ohne den Abstecher zur Windgällen-Hütte. Es war traumhaft gewesen und ich hatte es nur in allerbester Erinnerung.

Seinerzeit standen die Wiesen in voller Blüte und es war einfach überwältigend gewesen. Das wollte ich Chris auch zeigen, es war ja schliesslich schon der 8. Juni und die Vegetation war nun doch sicher auch so weit. Leider weit gefehlt.
Morgens waren wir ziemlich die Einzigen, die zum Golzernsee wollten. Was das wohl heissen sollte 😔 ?. Tja, das Wetter war nun wirklich nicht so muckelig und die anderen Wanderer hatten es wohl vorgezogen, noch ein bisschen das Bett zu hüten.
Aber man muss es ja immer auch von der positiven Seite sehen: wir waren auch auf der Wanderung alleine und konnten die Ruhe und Einsamkeit in vollen Zügen geniessen. Je mehr wir uns aber der Hütte näherten, desto trister wurde auch das Wetter. Neblig verhangen und auch noch viele Schneefelder.
Ich hatte wohl am Vorabend noch auf der Hütte angerufen, ob man besser Schneeschuhe mitnehmen sollte. Dies wurde aber verneint, man könne problemlos auf dem Schnee laufen. Bergauf hat das wohl zugetroffen, bergab wäre ich aber froh darum gewesen.
Nachdem ich die Hüttenwartin wenig hoffnungsvoll wegen der Rundwanderung fragte, meinte diese, das sei viel zu gefährlich, da diverse Schnee- und Geröllabgänge stattgefunden hätten und der Weg somit nicht passierbar war. Im Klartext: gleicher Weg zurück 😟.
Nach einer schönen Stärkung, dickes Sandwich für Chris und eine frische, noch warme Wähe für mich, machten wir uns auf den Rückweg. Eine ziemlich rutschige Angelegenheit, aber wenigstens Ginger hatte ihre helle Freude am Schnee.
Am frühen Nachmittag zeigte sich dann die Sonne doch noch und es wurde schnell warm und man hatte das Gefühl die Vegetation starte nun richtig durch, herrlich. Nach einer kleinen Rast am Golzernsee machten wir uns bei herrlichstem Wetter auf die Rückfahrt mit der Gondelbahn.
Grafiken von outdooractive























