{"id":964,"date":"2019-02-17T21:00:06","date_gmt":"2019-02-17T20:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/vielzutun.ch\/wordpress\/?p=964"},"modified":"2019-04-14T05:31:02","modified_gmt":"2019-04-14T03:31:02","slug":"gespann-fahren-2-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vielzutun.ch\/wordpress\/?p=964","title":{"rendered":"Gespann fahren II"},"content":{"rendered":"\n<p>Gestern noch mit Ski und Snowboard aus 3.800 m H\u00f6he talw\u00e4rts gesaust, heute wieder zu Hause im Klettgau bei 19\u00b0C und prallem Sonnenschein &#8211; und das bereits am 17.Februar! Derartige Temperaturen so fr\u00fch im Jahr sind im Grunde schon pervers. <\/p>\n\n\n\n<p>Da habe ich die Zeit (und lang erwartete Gelegenheit) genutzt, der Ural mal ein wenig intensiver auf den Zahn zu f\u00fchlen. Direkt unten im Tal gibt es einen gro\u00dfen Parkplatz eines deutschen Industriebetriebs, welcher an Wochenenden regelm\u00e4\u00dfig von Zweirad-Fahrschulen f\u00fcr \u00dcbungen verwandt wird. Da zog es mich hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon w\u00e4hrend der Abfahrt durchs Wohngebiet, bei Einhaltung des 30 km\/h Limits, gelang mir bei beherzter Schlangenlinienfahrt auf langer, \u00fcbersichtlicher Geraden, der erste &#171;Lupfer&#187; des Beiwagenrads. Im Grunde erschreckend einfach! Aber da ich gedanklich ohnehin auf Schlangenlinienfahrt eingestellt war, waren diese ersten Lupfer sowohl sehr kurz, als auch gut beherrschbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Parkplatz habe ich diese Versuche dann ausgebaut, und konnte durch Variation der Geschwindigkeit und\/oder des Kurvenradius das &#171;gelupfte&#187; Beiwagenrad bereits ein paar Sekunden in der Luft halten. Eigentlich nicht un\u00fcberwindbar schwierig, <strong><em>wenn<\/em><\/strong> man beliebig viel Platz zur Verf\u00fcgung hat. An <a href=\"https:\/\/vielzutun.ch\/wordpress\/?p=968\">anderer Stelle<\/a> dazu mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Das waren die Rechtskurven. Bei denen ist die Kurvengeschwindigkeit offensichtlich durch das Steigen des Beiwagens begrenzt. <\/p>\n\n\n\n<p>Dann nahm ich mir die Linkskurven vor: bei denen habe ich herzhafter am Lenker gezerrt, bis zum h\u00f6rbaren Schleifen des Vorderrads am Vorderradkotfl\u00fcgel. Zugegeben, ich hab&#8217;s darauf angelegt, die Grenze zu finden. Aber da\u00df sich gleich die Gabel verwinden w\u00fcrde, war dann doch etwas ern\u00fcchternd.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ein paar ernsthaftere (und grenzwertige) Bremsman\u00f6ver: <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Spoiler<\/em><\/strong>: wenn man die Bremsen einer Monster 1200S gewohnt ist, kann man die Bremsleistung der Ural nur als Entt\u00e4uschung bezeichnen. Wobei &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fairness halber: man kann sowohl mit dem Vorderrad als auch mit dem Hinterrad schwarze Striche auf den Asphalt zeichnen. In Zeiten von ABS  nochmal eine sch\u00f6ne Erinnerung an alte Zeiten 8-). Mehr kann man von einer Bremse eigentlich nicht erwarten. Da w\u00fcrde auch eine Doppelscheibe vorne nicht entscheidend mehr bringen (?). Die Originalbereifung der Ural ist jedenfalls allem Anschein nach mehr auf Laufleistung denn auf Grip optimiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Einsicht: das Beiwagenrad hat <strong><em>keinen<\/em><\/strong> Strich gezeichnet. Dabei h\u00e4tte ich bei leerem Boot eher ein \u00dcberbremsen des Beiwagens erwartet. Die Bremskraftverteilung zwischen Hinterrad und Beiwagen (beide h\u00e4ngen an der Fu\u00dfbremse) hat offensichtlich noch Potenzial. Werde ich mal mit <a href=\"http:\/\/www.gespannservice.ch\">meinem H\u00e4ndler<\/a> besprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stoff f\u00fcr einen weiteren Artikel &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern noch mit Ski und Snowboard aus 3.800 m H\u00f6he talw\u00e4rts gesaust, heute wieder zu Hause im Klettgau bei 19\u00b0C und prallem Sonnenschein &#8211; und das bereits am 17.Februar! Derartige Temperaturen so fr\u00fch im Jahr sind im Grunde schon pervers. 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