Unser neues Domizil

Wer hier regelmäßig reinschaut wird festgestellt haben, daß ein vorübergehender Stillstand eingetreten war. Dafür gibt es einen erfreulichen Grund: wir sind umgezogen in den Kanton Appenzell-Innerrhoden, in den schönen Ort Haslen AI. So sieht er aus – im Frühling:

Leben, wo Andere Urlaub machen 😎 Im Hintergrund: Der Alpstein

Bildquelle: Webseite der Gemeinde Schlatt-Haslen

Der Umzug hat unsere Aufmerksamkeit mehrere Monate lang in Anspruch genommen. Immerhin haben wir uns nun von einer räumlich sehr großzügigen Eigentumswohnung mit separatem Werkraum(!) in einer Terrassenüberbauung in Beringen SH getrennt, und sind in eine ebenfalls sehr schöne, jedoch deutlich kompaktere Mietwohnung in einem typischen zweistöckigen Appenzeller Haus gewechselt – leider ohne eigenen Werkraum, ich komme noch darauf zurück.

Appenzell Innerrhoden: das ist der Kanton, in dem die Schweiz sowohl in der Wahrnehmung aus dem Ausland, als auch in der Eigenwerbung der Appenzeller am «schweizerischsten» sein dürfte. Wahrscheinlich Jeder kennt die Werbung mit den drei chnorzigen Appenzell Innerrhödlern, die partout das Geheimnis des Appenzeller Käses nicht verraten wollen 🤫 Genau da wohnen wir jetzt, und ich werde versuchen, mich bei Gelegenheit mal an die Herren heranzurobben – die gibt’s nämlich wirklich! 🤓

Die Wallfahrtskirche Maria-Hilf in Haslen kann sich übrigens rühmen, eines der zwei grössten Ziffernblätter Schweizer Kirchturmuhren aufzuweisen. Es scheint nicht ganz geklärt zu sein, ob es sich nicht sogar um das Ziffernblatt mit dem grössten Durchmesser der Schweiz handelt.

Haslen liegt direkt auf(!) der beliebten Töff-Strecke zwischen Teufen und Appenzell, und unsere Erdgeschosswohnung liegt direkt an der Hauptstrasse. Wir haben unser Büro nach vorne, zur Hauptstrasse hin eingerichtet, und wenn ich am Schreibtisch sitze, fahren alle Biker in ca. 5 bis 10 Metern Entfernung an mir vorbei, je nach Fahrtrichtung, und ich sehe Euch Alle 🤨

Nach einem knappen Monat an unserem neuen Wohnort kann ich sagen: bisher haben sich alle Biker zumindest im Dorfkern mustergültig verhalten, sowohl was das Tempo der Vorbeifahrt angeht, als auch deren Geräuschentwicklung. Mir ist natürlich klar, daß das Gefühl einer Geräuschbelästigung nicht nur vom objektiven Messwert abhängt, sondern auch von dessen emotionaler Bewertung. Als Besitzer einer Euro-3 Ducati Monster 1200S im geräuschmäßigen Serienzustand sind aber auch mir noch keine Klagen bezüglich meines eigenen Töffs zu Ohren gekommen. 😇

Was für uns ein wenig unerwartet war, auch wenn der sehr ländlich geprägte Charakter der Umgebung des Dorfes …

… von Anfang an offensichtlich und auch für unsere Entscheidung zum Umzug hierher mit ausschlaggebend war:

Ca. 80% des wahrgenommenen Verkehrslärms stammt von landwirtschaftlichen Fahrzeugen im weitesten Sinne. Wer wie wir nicht auf dem Land aufgewachsen ist, ist überrascht von dem anscheinend ewigen Kreislauf aus Mähen, Heu wenden, Ballen pressen, Gülle ausbringen, unterbrochen durch gelegentliche Vieh- und regelmäßige Milchtransporte. Aber da wir dem Landleben sehr wohlwollend gegenüberstehen, fühlen wir uns nicht gestört, und spätestens nach Einbruch der Dämmerung ist hier buchstäblich «tote Hose».

Über den Verlust meiner Drehbank und des Werkstattkrans, von denen ich mich im Zuge des Umzugs trennen musste, habe ich mich mit dem Kauf eines schicken E-Mountainbikes hinweggetröstet, dem ich auf diesem Blog eine neue Kategorie gewidmet habe.

Mein neues Spielzeug: Trek Rail 9.8, Vorführmodell aus 2020

Mit seiner satten Akku-Kapazität von 625 Wh war ich schon auf der Schwägalp, etwa 50 km Round-trip und 1250 Höhenmeter Aufstieg ab/bis Haustür., inkl. Überquerung des Hundwiler Höhenzugs bei Chuterenegg. Nach entsprechendem Einsatz von eigenem Schweiß und Muskelschmalz war der Akku am Ende immer noch knapp halb voll. Das eröffnet Potenzial für eine Alpsteinumrundung, wenn ich mein Schnellladegerät mitnehme und früh genug aufstehe. 3’200 m Aufstieg und 80 km ab/bis Appenzell sind natürlich eine Ansage. Ich denke aber, mit einer Übernachtung etwa in der Gegend von Gams sollte das auch für mich noch machbar sein, wenn auch vielleicht nicht mehr in diesem Jahr.

Projektskizze: Rund um den Alpstein

Schau’n wir mal …

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