Was bisher geschah

meine Monster und ich kennen uns jetzt seit ziemlich genau drei Jahren. Anfang Januar 2016 habe ich sie als kaum gebrauchte Vorführmaschine aus dem Vorjahr 😉 für einen fairen Kurs kaufen können.

Die amtliche Erstzulassung erfolgte (trotz Bj. 2015) erst in 2016, und so kam ich sogar noch in den Genuss von vollen zwei Jahren Garantie.

Auch wenn meine Begeisterung über ihr nahezu perfektes Gesamtkonzept in dieser Zeit nicht nachgelassen hat, so habe ich doch nach und nach diverse kleine Änderungen vorgenommen welche die Monster in meinen Augen noch schöner, sicherer und individueller gemacht haben. Anfangs bin ich sehr behutsam vorgegangen, da ich einerseits immer noch vom beachtlichen Kaufpreis beeindruckt war, und ich andererseits nicht eine evtl. erforderliche Inanspruchnahme von Garantieleistungen gefährden wollte. Später wurde ich dann aber lockerer …

In der Reihenfolge der Änderungen:

Selbst-gedrehte Öleinfüllschraube als Ersatz des Plastikteils. Mit eingeschlagener «gestoßener» Torx Aufnahme:

Hab mal kurz mit diesen zweiflügeligen Verstellern für die Gabelvorspannung experimentiert:



Aber die Verstellung selbst war derart schwergängig (wofür die Versteller nichts konnten), daß der praktische Nutzen nahe Null war. Und dann hatte ich sowieso recht bald die für meine überwiegenden Solo-Fahrten passende Vorspannung eingestellt, danach waren die Dinger überflüssig und ich hab sie wieder entfernt.

Zugekaufte Alu Deckel für Kupplungs- und Bremsflüssigkeitsbehälter, allerdings bis aufs blanke Metall abgedreht. Ebenfalls als Ersatz der originalen Plastikteile:

Es folgte die erste spanhebende Bearbeitung, mit einer modifizierten Lenkerklemmschale, zur mittigen Aufnahme einer RAM-Mount Halterung für mein Navi. Das originale Ersatzteil von Ducati kostet etwa CHF 40,- , und damit blieb die vollständige Rückbaubarkeit immerhin weiter in finanzieller Reichweite:

Die Stromversorgung fürs Navi habe ich mittels der ab Werk vorbereiteten, geschalteten (Zündungs-Plus) Buchse im vorderen, linken Rahmenbereich realisiert. Wegen der Rückbaubarkeit habe ich mich lange um passende Gegenstücke für die seitens Ducati verwendeten, exotischen Steckverbinder bemüht, und musste diese schliesslich in den USA bestellen.

Das Entfernen der Soziusabdeckung mittels Werkzeug wurde mir bald lästig. Also habe ich das umgerüstet auf Druckknopf-Befestigung. Credits für die Idee gebühren dem Forenten «Ante» aus dem Monstercafe. Echt Klasse!

Dann gönnte ich mir V-Trec Brems- und Kupplungshebel. Sehen schön «technisch» aus, die Verstellbarkeit ist sehr angenehm, nur das Griffgefühl ist etwas «kantig». Und dabei ist das Paar sogar preiswerter als ein einzelner Original-Hebel von Ducati:

Auch die Fusrasten mussten schließlich solchen von Rizoma weichen, und sind damit endlich auch bei Regen ausreichend griffig:

Schließlich – Taddaaahh! – habe ich die Zahnriemenabdeckungen mit Bullaugen der Marke Eigenbau versehen. Dazu habe ich die originalen Abdeckungen gegen Gebrauchte einer Ducati 1098 getauscht, welche sowohl Bohrungs-kompatibel sind, als auch für den Umbau sehr geeignete, plane Oberflächen aufweisen. Neu gibt es das Paar übrigens für schlanke ca. €40,- , z.B. hier. (Warnung: vorher Versandkosten anfragen, oder gleich zum Freundlichen gehen.)

Ziel war hier einerseits, das Naked Bike ein wenig mehr zu entblößen, gleichzeitig die Struktur des Motors: «V2 mit je zwei obenliegenden Nockenwellen» optisch hervorzuheben. Für die Bullaugen an Nockenwelle Auslass des liegenden Zylinders sowie des Zahnriemenantriebs habe ich zwei Edelstahl-Teesiebe von Migros zweckentfremdet:

Die rechte Abdeckung des Zylinderzwischenraums habe ich ersatzlos entfernt, ebenfalls um dem Motor mehr Geltung zu verschaffen. Den nun frei liegenden weissen Kühlwasserausgleichsbehälter möchte ich irgendwann einmal gegen ein funktional gleichwertiges Pendant aus Metall ersetzen. Muss ich aber vermutlich bis zur Pensionierung aufschieben.

Unter der Sitzbank befindet sich seit Kurzem eine manuell schaltbare zweifach-USB-Ladebuchse, zum Aufladen von Helmsprechanlage, Handy oder anderen Gadgets, wenn man mal länger unterwegs ist. Stromversorgung erfolgt über die ungeschaltete(!) Diagnosebuchse.

Über laufende und zukünftige Umbauten informiere ich ab jetzt in separaten Beiträgen.

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