Ural Beleuchtungsumbau – das Resultat 8-)

Was bisher geschah.

Das Projekt hat sich für mein Empfinden doch recht lang hingezogen, aber nun ist es vollendet. Jeder einzelne Leuchtkörper sieht exakt so aus wie in der Simulation. Ich lasse einfach ein paar Bilder sprechen:

In der Kombination von Seitenwagen und Motorrad-Rücklicht wirkt das Ganze trotzdem ungewohnt nackt und dabei erfreulich „clean“.

Alle gesetzten Ziele wurden erfüllt:

  • eine erhebliche Verkleinerung,
  • vereinheitlichtes Runddesign,
  • ECE-zugelassen.

Eine separate Kennzeichenbeleuchtung ist dann auch noch nötig geworden, weil sie ursprünglich im Original-Rücklicht integriert gewesen war. Bei der Gelegenheit habe ich auch die Reflektoren hinten erneuert, und zwar beidseitig, ebenfalls wegen der Einheitlichkeit. Damit kann ich nun wieder bedenkenlos in eine Kontrolle geraten.

Die Lichtwirkung ist Kellermann-typisch geradezu dramatisch grell, allerdings mit einer sehr ausgeprägten Richt-Charakteristik, und einem dementsprechend starken Intensitätsabfall wenn man nicht exakt axial ins Licht schaut. In den Werbeaussagen auf der Kellermann-Webseite heisst es dazu: „Das Bremslicht hält den nachfolgenden Verkehr auf Abstand„. Halte ich für nicht übertrieben.

Hinweis: es ist leider völlig unmöglich, die Leuchtkraft auch nur annähernd auf einem Monitor wiederzugeben, da diese typischerweise weder über die entsprechende Leuchtdichte, noch den erforderlichen Kontrastumfang verfügen.

Auf den späteren Bildern weiter unten sieht man, daß die neuen Leuchten alle ein wenig nach oben zeigen. Das liegt daran, daß ich die bisherigen Löcher in den Kotflügeln möglichst weitgehend weiterverwenden wollte, um letztere nicht mehr als unvermeidlich zusätzlich zu durchbohren. Dadurch trifft die Hauptstrahlrichtung der Ural-Leuchten besser die Augenhöhe der übrigen Verkehrsteilnehmer, welche sich regelmässig oberhalb der Lichtaustrittsflächen der neuen Leuchten befinden. Unter „ich möchte gesehen werden“ Gesichtspunkten halte ich das für positiv.

Leichte Ausrichtung nach oben, Rücklicht aus dieser Perspektive kaum noch wahrnehmbar

Als ich jedoch neulich vor einer Ampel an einer abschüssigen Strasse anhalten musste, musste ich mein Gespann mit Dauer-Fussbremse halten, und hatte ein regelrecht schlechtes Gewissen deswegen. Zu Hause habe ich dann gleich die manuelle Feststellbremse nachjustiert, damit ich zukünftigen Hintermännern oder -frauen bei längeren Ampelstops in Steigungs- bzw. Gefällestrecken mit meinen neuen Bremsleuchten keine Löcher in die Netzhaut brenne.

Jetzt ist nur noch der vordere, linke Blinker im Originalzustand, und passt natürlich nicht zum Gesamtkonzept. Aber immerhin ist er wenigstens rund, und ich werde mir etwas Zeit lassen bis ich von der für Beleuchtungsumbauten zuständigen Muse geküsst werde. Ein letzter Kellermann Bullet 1000® PL White wartet nämlich noch auf meiner Werkbank auf seine Verarbeitung …

2 Gedanken zu „Ural Beleuchtungsumbau – das Resultat 8-)“

  1. Wow,gute Arbeit 👍
    Dasselbe Problem mit der Beleuchtung habe ich auch und suche schon Monate nach einer Lösung.Bis jetzt habe Ich den Scheinwerfereinsatz gegen einen LED von Polo getauscht und die Originalen Blinker Fahrerseitig gegen LED mini in Orange gewechselt.Es gibt im Zubehörhandel viel Schrott ohne ABE oder E Prüfzeichen und so etwas kann und möchte ich nicht verbauen.Für mein Boot suche ich etwas in Form und Größe von alten Retro Blinkern aus den 40 Jahren mit modernster LED Technik die meiner Ranger Bj.2019 in Asphaltgrau gut stehen.Die Original Blinker sind so häßlich und außerdem sicherheitstechnisch nicht auf der Höhe der Zeit.
    Gruß aus dem Schwarzwald
    Ralf

  2. > Die Original Blinker sind so häßlich und außerdem sicherheitstechnisch nicht auf der Höhe der Zeit.

    Erstmal danke für’s Kompliment. 😎

    Was die Sicherheit meiner Lösung angeht, da bin ich zwiegespalten: die Richtwirkung der Kellermänner ist derart ausgeprägt, daß ich inzwischen nachvollziehen kann, warum mit Aufkommen von LED-Leuchten die Pflicht für seitliche(!) Reflektoren eingeführt wurde. Ich glaube, das war in 2016, zusammen mit Euro-4. Die wirklich potthässlichen Originalleuchten der Ural hatten wegen der weit vorstehenden Gläser immerhin den funktionalen Vorteil, daß sie bereits ab Werk von der Seite aus ausreichend sichtbar sind/waren.

    Mal schauen, was die MFK (Motorfahrzeugkontrolle, Schweizer Pendant zum TÜV) dazu sagt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.