Monster 1200S

Die Ducati Monster 1200S ist mein absolutes Traummotorrad. Auch wenn ich eine Million im Lotto gewinnen würde, würde ich mir kein anderes Motorrad holen wollen. Sie ist vom Konzept her so wunderbar minimalistisch, wie ein «Naked Bike» eigentlich sein sollte:

Weniger geht nicht. (Quelle: Ducati.com)

Der vordere Gitterrohrrahmen ist auf das absolut nötigste reduziert, der Motor als vollständig tragendes Element ins Fahrzeug integriert, die Einarmschwinge für die Hinterradführung im Motorgehäuse gelagert und über ein Monoshock Federbein am stehenden Zylinderkopf abgestützt. Ein perfekt geradliniger, sehr torsionssteifer Kraftfluss vom Hinterrad bis zum Steuerkopf. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man dieses Konzept noch toppen wollte? (Wenn man denn, wie ich, auf unverkleidete Motorräder steht.)

Der hintere Hilfsrahmen dient lediglich der Abstützung des im Grunde überflüssigen Fahrers. Das gesamte Konzept ist dermaßen reduziert, daß mein polnischer Arbeitskollege es einmal genauso treffend wie knapp als «engine on wheels» zusammenfasste. Eine Fahrmaschine par excellence.

Dazu tragen hochwertige Komponenten bei wie Ducatis bärenstarker 1200cm3 Testastretta Motor, vielfach anpassbare Feder/Dämpfer Elemente von Öhlins, sowie fantastische Bremsen von Brembo maßgeblich bei.

Und als die Ingenieure mit diesem großen Wurf fertig waren, kamen die Kaufleute, Marketing-Fuzzis und Gesetzgeber, und haben das ganze ein wenig verhunzt, durch unnötige Plastikdeckelchen und Verkleidungen, Spiegel, Schutzbleche, Beleuchtung, Nummernschildhalter und ähnliches.

Neulich, auf dem Gotthard-Pass.

Vieles davon ist wirklich praktisch, keine Frage, aber das puristische Design wird doch an verschiedenen Stellen mehr als nötig kompromittiert. Jedenfalls bietet die Maschine dadurch einiges an Potenzial, sie entsprechend persönlicher Vorlieben noch umzugestalten. Darum unter anderen soll es in diesem Blog gehen.

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