Säntis mit Ginger

Viele Male sind wir im Alpstein herum gestapft und haben den Säntis aus den verschiedensten Sichtwinkeln bewundert. Immer öfter machten wir uns Gedanken: Sollen wir es auch mal wagen? Aber wenn, wollten wir es natürlich mit Ginger machen.

Sicht auf den Säntis von der Mesmer-Hütte

Als ich dann im Internet googelte, kam ich dann schnell zur Schluss-folgerung, nein definitiv nichts für uns. Als ich die Fotos der Himmelsleiter sah, wo sich die Leute nur so stauten, einfach nur schrecklich, so stelle ich mir eine Wanderung wirklich nicht vor. Jeder Hundemensch wird das ver-stehen. Hund müsste gezwungenermassen an der Leine sein und das macht nicht wirklich Spass.

Der Säntis liess sich aber nicht aus den Gedanken verdrängen, also nochmals googeln und Glück gehabt. Ein anderer Hündeler hatte irgendwo die Frage ins Netz gestellt: Wo kann man mit Hund auf den Säntis? Und ein Hiker gab die Antwort: Wenn ihr einen einigermassen berggängigen Hund habt, könnt ihr über die Wagenlücke gehen, die ist nicht so überlaufen.

Supi, Ginger hatte schon schwierigere Wanderungen gemeistert, also jetzt brauchten wir nur noch schönes Wetter. Bei der nächsten Gelegenheit wurden Ferien für Montag & Dienstag eingeplant und die Übernachtung im Mesmer-Haus gebucht.

Den Aufstieg zum Mesmer-Haus hatten wir ja schon einige Male gemacht und brachte nichts mehr Neues. Die Vorfreude, dass es anderentags auf den Säntis ging, war gross. Nach einem kohlehydratreichen Nachtessen ging es ins Körbchen, wir wollten ja am nächsten Tag fit sein.

Pünktlich weckte uns die innere Uhr und nach einem ausgiebigen Frühstück konnten wir, wie geplant, starten. Wir waren die einzigen Gäste, das konnte ja nur super werden.

Anfangs mussten wir noch im Schatten marschieren, war aber auch nicht schlecht, man kam noch nicht so ins Schwitzen 😅. Der Weg schlängelte sich langsam hoch, war sehr gut ausgezeichnet. Zwischendurch gab es kleinere Klettereien, die aber alle mit Stahlseil gesichert waren, für Ginger aber eine Kleinigkeit.

Wir näherten uns der Wagenlücke, eine riesige Geröllhalde. Ja wo ist denn da der Weg??😟 Von Weitem war wirklich kein Weg ersichtlich, aber mal drauf, war es überhaupt kein Problem.

Mit Ausnahme eines älteren Herrn, waren wir alleine unterwegs und haben es in vollen Zügen genossen.

Der Weg durch das Gerölle wurde dann doch ein bisschen anstrengend, inzwischen war es auch schon ziemlich warm geworden und die Steine reflektieren natürlich auch noch die Wärme.

Steinböcke geniessen die Sonne

Ein junges Paar machte uns bei unserer Begegnung auf die Steinböcke auf der gegenüberliegenden Steinhalde aufmerksam. Steinböcke, wauw, ich hatte erst einmal welche in der freien Natur angetroffen. Ein absolutes Highlight, sie waren aber ziemlich weit entfernt, aber durch das Tele von Chris konnte ich die schönen Tiere bewundern.

Nach einem Aufstieg durch eine gut gesicherte Wand ist das Restaurant Säntis in Sicht. Ginger hatte es genossen und hatte die Nase immer vorne. Leider zogen immer mehr Wolken auf und vermiesten Chris am Schluss noch, ein paar gute Fotos zu schiessen.

Nach einem leckeren Mittagessen machten wir uns dann auf den Heimweg. Mit der Seilbahn nach Schwägalp, Bus nach Urnäsch, Zug nach Wasserauen.

In Wasserauen angekommen, konnte ich es kaum fassen: so viele Leute und das an einem Dienstag und es waren keine Ferien.

Fazit: Es war eine herrliche Wanderung. Für den Hund überhaupt kein Problem auch wenn er jetzt nicht gerade der Bergcrack ist. Die Empfehlung lautet einfach: Unbedingt unter der Woche angehen!

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