Schwarzhorn, 3’146 m – mit Hund

Inspiriert durch eine, inzwischen lieb gewordene, Bloggerin wollten auch wir unseren ersten 3’000er in Angriff nehmen. Da ich wusste, dass auch sie ihre Touren immer mit Hund unternehmen, sollte es auch für uns kein Problem werden.

Wir wollten am Samstagmorgen spätestens um 06:00 Uhr aufbrechen und da wir ja nicht gerade so zentral wohnen, fuhren wir bereits am Freitagabend zum Hospiz auf dem Flüelapass. Als wir ankamen war das Wetter alles andere als prickelnd. Verhangen, nieselig-grau, unsere Euphorie war ein bisschen gedämpft.

Vermutlich durch das Wetter bedingt, waren wir an diesem Abend die einzigen Gäste im Flüela-Hospiz. Nachdem wir ein währschaftes «Znacht» verdrückt hatten und einen frühen Aufbruch vor uns, ging es bald zu Bett.

Wunderbar geschlafen, der erste Gang war natürlich zum Fenster: Wie ist das Wetter? Es war der Hammer, der Himmel war stahlblau, weit und breit kein Wölkchen zu sehen. Jetzt war es natürlich ein Einfaches, schnell vorwärts zu machen. Nachdem wir ein umfangreiches Frühstück verdrückt hatten, ging’s los.

Bei minus 5° musste zuerst noch kräftig gekratzt werden, bevor wir nach kurzer Autofahrt den Einstieg zum Wanderweg bei der Postauto-Haltestelle erreichten. Wir hatten unsere anvisierte Startzeit mehr oder weniger eingehalten. Dann also los.

Der Wanderweg war sehr gut markiert und auch die Begehbarkeit liess nichts zu wünschen übrig. Die Stille am Morgen, einfach herrlich. Einzig mit den vielen, zum Teil auch grösseren, Schneefeldern hatten wir Ende Juni nicht mehr gerechnet. Ginger fand den Schnee natürlich super und tobte ziemlich wild herum.

Zum Glück waren wir so früh unterwegs, mit gutem Profil kann man sehr gut über den Harsch marschieren. Nachdem wir die Schneefelder hinter uns gelassen hatten, schlang sich der steinige Weg Richtung Gipfel. Mein Mann meinte, das gleicht schon eher einer Geröllhalde 😂

Das war ein Wetter, einfach nicht mehr zu toppen!!!

Zwischen 09:00 und 09:30 Uhr hatten wir den Gipfel erreicht. Die Aussicht war einfach unbeschreiblich. Leider gab es Niemanden, den wir um ein Photo hätten bitten können 😔😔😔 und es war ziemlich kalt und windig. Entsprechend wurde der Aufenthalt auf ein Minimum reduziert.

Beim Abstieg, in der Schwarzhornfurgga, gab es dann doch eine kurze Pause. Die Sonnenstrahlen wärmten hier schon wunderbar und es gab ja noch etwas zu tun 😄

Jetzt auf dem Rückweg hatten es die Schneefelder doch schon ganz schön in sich. Sulzig, rutschig, da nützte auch das schönste Profil nichts. Vorsicht war geboten, ging es doch ganz schön runter und es hätte sicher ziemlich weh getan 😩

Zu dieser Zeit sind uns dann auch erste Wandergruppen begegnet. Na, ich war froh, dass wir schon auf dem Rückweg waren. Ich wollte mir den Schnee zu späterer Stunde gar nicht vorstellen.

Bald kamen wir wieder in Sichtweite der Zivilisation, im Moment einfach schrecklich, aber schon klar, alle haben das Recht, die Bergwelt zu geniessen, auf welche Art auch immer.

Es war ein wunderbarer Tag mit vielen Highlights und vielleicht können wir ja den Einen oder Anderen dazu motivieren, diese Wanderung ebenfalls zu unternehmen, es lohnt sich wirklich und für den Hund war es überhaupt kein Problem. Hier noch mein Dank an Petra und ihre Company.

Ein Gedanke zu “Schwarzhorn, 3’146 m – mit Hund”

  1. Liebe Ursula, die Bilder und die Tour kommen mir doch irgendwie bekannt vor ;-), Wir freuen uns, dass Ihr auf unseren Wanderbericht vertraut habt und offensichtlich nicht enttäuscht worden seid. Herzliche Grüsse Petra, Robert & Monet

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